Wir brauchen eine Gesellschaft, die sich als Ganzes entwickelt!

Der Begriff Integration wird in den chemnitzer Medien immer wieder aufgegriffen und thematisiert. Integration beschreibt einen Prozess des Zusammenfügens und Zusammenwachsens. Längst ist den Politikern und Wissenschaftlern bewusst, dass es sich hierbei um keine Einbahnstraße, sondern um einen zweiseitigen Prozess handelt. Im Vordergrund steht die Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichem Leben, ob jung oder alt, Migrant oder Flüchtling, Subkultur oder Hochkultur. Integration braucht eine Gesellschaft, die sich als ganzes entwickelt und etwas neues erschafft.
Veranstaltungen wie das „Willkommen in Chemnitz“ bringt diese verschiedensten Menschen zusammen – es ist eine Veranstaltung, an denen die Menschen, die sich sonst nicht begegnen, zueinander finden und ins Gespräch kommen.

Die Sensibilisierung und das Bewusstsein für Diversität und Akzeptanz anderer Lebensweisen ist durch direkten Austausch und interpersonelle Kommunikation nach wissenschaftichen Studien am effektivsten zu erreichen. Durch die Einbeziehung von Menschen mit unterschiedlichen, kulturellen Prägungen wird eine Plattform des Austauschs geschaffen und bestehende Vorurteile abgebaut. Mittels interkultureller Angebote wie Workshops, Konzerte, Kinderschminken, Slacken für Jung und Alt, Jonglieren und vieles mehr, werden Anwohner und interessierte Bürger für Toleranz gegenüber verschiedenen Kulturen sensibilisiert.

Durch die Medien geprägte Informationsvermittlung werden vorallem Migranten und Flüchtlinge als etwas bedrohliches dargestellt. Die Veranstaltung „Willkommen in Chemnitz“ möchte „dem Fremden“ ein Gesicht geben und bestehende Ängste abbauen. Seien es die lokalen oder mit Migrationshintergrund geprägten multikulturellen Künstler, die nach dem Konzert noch mit den Gästen ein Kaffee trinken und über ihre Songs philosophieren oder Flüchtlinge und Migranten, die beispielsweise ihre einheimische Küche präsentieren. Die Veranstaltung „Willkommen in Chemnitz“ vereint Generationen, bringt regionale Vereine  zusammen und fördert den kulturellen Austausch vor Ort. Chemnitz hat die Chance, sich in den nächsten Jahren zu einer weltoffenen und toleranten Stadt zu entwicklen. „Willkommen in Chemnitz“ verdeutlicht, dass dieses Ziel keineswegs Träumerei, sondern durch Vernetzung und aktive Teilnahme der Akteure vor Ort möglich ist. Der Staat kann die Integration fördern, aber geleistet werden muss sie von allen Bürgern.